Maschinelles Lernen, Sprachmodelle (LLM) und Künstliche Intelligenz (KI) haben in einigen Bereichen die Welt von Grund auf verändert. Sie helfen Nutzern beim Recherchieren im Internet, beim Automatisieren von Tätigkeiten oder beim Schreiben professioneller Texte. Aber es gibt auch einige Nachteile. So kann dabei die menschliche Rationalität und Emotionalität verloren gehen, der Einsatz sollte also speziell im Arbeitsalltag immer gut bedacht sein.
Deswegen sollte man zunächst die Vor- und Nachteile sowie Stärken und Schwächen von KI-Modellen abwägen, anstatt sie komplett gegen die eigene Kreativität zu ersetzen. Dieser Artikel gibt praktische Tipps, wie Sie die richtige Balance finden können.
In welchen Bereichen der Mensch weiterhin glänzen kann
Menschen verfügen über einzigartige Fähigkeiten, die noch kein KI-Modell vollständig imitieren kann. Vor allem beim Thema Individualität können wir unsere Stärken ausspielen, angefangen beim kontextuellen Verständnis hin zum kulturellen Bewusstsein. Ethisches Urteilsvermögen und emotionale Intelligenz sind zwei weitere Bereiche, die KI kaum besetzen kann.
Ein KI-Helfer kann zwar ebenfalls eine „Meinung“ haben, doch diese baut immer auf den Daten auf, die zum Training genutzt wurden. Am Ende sind individuelle Meinungen und authentische Meinungsvielfalt also gar nicht möglich. Deshalb verfügen Menschen auch noch bis heute über Stärken bei echter Kreativität, beim Storytelling und beim ganzheitlichen Denken.
KI-Helfer bieten Vorteile bei der Automatisierung
Doch KI-Sprachmodelle können auch mit Stärken überzeugen, so zum Beispiel bei der schnellen Datenerfassung und Auswertung. Daraus können Erkenntnisse gewonnen oder verschiedene Szenarien abgebildet werden. Wofür ein Mensch womöglich Stunden oder Tage benötigt, gelingt heute dank maschinellem Lernen innerhalb weniger Minuten.
Ein weiterer Vorteil: Viele wiederkehrende und zeitraubende Tätigkeiten lassen sich dadurch teilweise oder sogar vollständig automatisieren, ohne Abstriche beim Ergebnis machen zu müssen. Zudem unterliegen maschinelle Helfer keiner schwankenden Konzentration, sodass es weniger Flüchtigkeitsfehler gibt. Die Qualität der Arbeit kann dadurch steigen.
So kann man KI in den Arbeitsalltag integrieren
Beim Thema maschinelles Lernen vs. menschliche Kreativität gibt es also keine allgemeingültige Antwort, sondern Stärken und Schwächen, die man gegeneinander abwägen muss. Die folgenden Tipps können dabei helfen, die richtige Balance zu finden.
Die richtigen Prozesse identifizieren
Der wichtigste Schritt bei der Integration von KI-Helfern ist es, die richtigen Prozesse dafür zu finden. In welchem Bereich fallen viele Daten an, die verarbeitet werden müssen? Wo ergibt es Sinn, verschiedene Szenarien schnell durchzuspielen? Welche Tätigkeiten fallen immer wieder an, ohne neue Herausforderungen zu stellen? Das alles können ideale Bereiche sein, in denen maschinelles Lernen seine Vorteile ausspielen kann.
Leitprinzipien für den Einsatz von KI definieren
KI-Sprachmodelle dienen im Idealfall als Ergänzung zu menschlichen Fachkenntnissen oder als praktische Inspiration. Es geht weniger darum, menschliche Kompetenzen komplett zu ersetzen, sondern sie zu unterstützen oder zu ergänzen. Hierbei kann es sinnvoll sein, sich vorab bewusst zu machen, welchen Prinzipien man folgen möchte. Kurz gesagt: Inwieweit ist man dazu bereit, auf KI zu vertrauen, und wo zieht man am Ende die Grenze?
Ergebnisse laufend prüfen und nachjustieren
Qualitätskontrolle kann beim Einsatz von KI sprichwörtlich das A und O sein. Leider sind fast alle KI-Modelle nach wie vor vom Phänomen des Halluzinierens betroffen. So gibt es Studien, in denen KI rund jede dritte Antwort erfindet (!). Im Zweifel muss man also dazu bereit sein, die Ergebnisse immer wieder zu überprüfen und die Prozesse bei Bedarf nachzujustieren. Der Aufwand hierfür darf natürlich nicht größer sein als die Zeitersparnis durch KI.
Wie sieht es beim Thema KI & Privatsphäre aus?
Datenschützer warnen schon seit längerem, dass man einer KI nicht alles erzählen sollte. Der Verdacht: KI-Modelle nutzen sämtliche eingegebenen Daten, um daraus zu lernen. Das bedeutet im Klartext, dass private und geschäftliche Informationen in gewissem Umfang verarbeitet werden. Es kann also sinnvoll sein, sensible Daten vorab zu anonymisieren.
Ein weiterer Tipp ist es, veraltete Chatverläufe zu löschen. Wer KI-Apps oder -Webseiten unterwegs über öffentliches WLAN nutzt, sollte dies mit einer VPN-Verbindung tun. Diese verschlüsselt den Traffic und verbirgt die eigene IP-Adresse, um die Privatsphäre in diesen oft unsicheren Netzwerken zu stärken.
